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Mittwoch, 19. Dezember 2007

Urlaub, Fernsehen und Eislaufen

Römisches Amphittheater in Side

Ende November haben Silvia und ich zehn Tage Urlaub in der Türkei verbracht, in Alanya. Es waren schöne Tage, das Wetter war noch so mild, dass es für Faulenzen am Strand und Baden im Meer reichte. Aber wir haben auch Ausflüge und Spaziergänge gemacht und uns einen Nachmittag im türkischen Hamam verwöhnen lassen. In Alanya sprechen alle deutsch und man zahlt mit Euro. Silvia wurde immer auf türkisch angesprochen, da Südamerikanerinnen hier noch nie gesehen worden sind, war sie mit schwarzen Haaren, braunen Augen und dunklem Teint natürlich eine Einheimische...

Silvia und Steve mit seinem neuen Trikot

Auf den türkischen Märkten wird gehandelt wie in Uganda. Oft kann man auf die Hälfte oder noch weniger herunterfeilschen. Für Steve haben wir dieses "Original" Ballack-Trikot ersteigert, über das er sich sehr gefreut hat.

Amparo, Steve und Silvia im "Kult am Sonntag"-Studio

Anfang Dezember haben wir über die IBM Karten für eine Aufzeichnung der zdf-Show "Kult am Sonntag" mit Andrea Kiewel bekommen. Neben vielen Kollegen kamen auch Silvia mit ihrer Schwester Amparo und Steve mit. Am Studioeingang wird man eingewiesen und nach bestimmten Kriterien in den Zuschauerrängen platziert. Ich weiß nicht, ob es an der Internationalität unserer Gruppe lag, aber obwohl wir ziemlich spät kamen, wurden wir gleich ganz nach vorne gesetzt. Es stimmt also, bei ARD und zdf sitzen Sie immer in der ersten Reihe... Mich hat das an Uganda erinnert, dort saß ich als einziger Muzungu ja auch immer auf einem Ehrenplatz. Ob die Sendung am 10. Februar wirklich ausgestrahlt wird, ist zu bezweifeln. Moderatorin Kiewi wurde zwischendurch wegen eines Schleichwerbungsskandals beim zdf heraus geworfen...

Eislaufen am Bebelplatz

Am Sonntag haben sich die ICJA-Freiwilligen mal wieder getroffen, diesmal waren wir Glühwein trinken auf dem Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt und hinterher Schlittschuhlaufen am Bebelplatz. Für viele war es das erste Mal auf dem Eis, die meisten Volontäre kommen ja aus tropischen Ländern. So konnte man einige unfreiwillige Pirouetten sehen und teilweise wildes Armrudern, aber insgesamt haben sich alle doch sehr gut geschlagen. Erschöpft, mit nassen Hosen und in Erwartung blauer Flecken, aber trotzdem glücklich sind wir abends auseinander gegangen.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Fiesta ecuadoriana

Am 3. Oktober im Berliner Tiergarten

Inzwischen ist wieder einiges passiert. Die deutsch-ecuadorianischen Beziehungen mit Silvia wurden enorm ausgebaut, wir haben sehr viel Spaß miteinander und ich habe durch sie einen Teil der ca. 200 Menschen umfassenden ecuadorianischen Gemeinde in Berlin kennen gelernt. Wie lustig diese feiern können (es war ein spontanes Essen an einem Freitag Abend ohne besonderen Anlass), zeigt dieses kurze Video:

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Fröhliche Feier

Auch Steve hat sich dabei gut amüsiert.

Ende September war ich in Neu-Anspach bei Frankfurt auf einer Auswertekonferenz des ICJA für alle Heimkehrer. Es war toll, die Erfahrungen untereinander auszutauschen, die grundsätzlich ähnlich waren. Wie eine Weltreise war das internationale Buffet, für das jeder Freiwillige Kulinarisches aus seinem Gastland zubereitet hatte. Die Reise ging von Mexiko und Costa Rica über Bolivien und Brasilien nach Tschechien, Togo, Uganda, Südafrika, Mosambik bis nach Taiwan und Neuseeland. Genauso vielfältig war das Tanzen hinterher mit Musik aus diesen Ländern. Da setzte das Fernweh ganz schnell wieder ein...

Etwas fortgesetzt mit Buffet und Musik aus immerhin drei Kontinenten wurde diese Stimmung letzte Woche auf meiner Geburtstagsparty. Mit Silvia, Steve und Elena waren neben Deutschland Ecuador, Uganda und Russland vertreten.

Drei Brüder

Drei Länder

Jonas an der ugandischen Trommel

Zum Vergleich hier nochmal Bericht und Bilder von meinem letzten Geburtstag.

Montag, 10. September 2007

Der Artikel im Hamburger Abendblatt

Am Samstag ist er nun erschienen, der Artikel im Hamburger Abendblatt über den "Ausstieg zum Aufstieg". Hier die Links:
Viel Spaß beim Lesen!

Sonntag, 9. September 2007

Ankunft der Freiwilligen aus aller Welt

Wenn man einmal auf den Geschmack gekommen ist, engagiert man sich nach so einem Austauschjahr meist weiter in der heimischen Freiwilligen-Organisation. Bei mir ist das der ICJA, mit denen ich in Uganda war, der in Berlin praktischerweise seine Deutschland-Zentrale hat. In Deutschland kann man verschiedene Dinge tun: dieses Jahr arbeiten z.B. 50 Austausch-Freiwillige aus aller Welt in Deutschland: Lateinamerikaner, Afrikaner, Asiaten und auch Europäer. So werden Teamer für die Seminare und Camps gesucht, Gastfamilien, Projektbetreuer, Mentoren für die Volontäre und Organisatoren für gemeinsame Ausflüge. Ich habe mich als Mentor gemeldet. Die Austauschler sind diese Woche in Deutschland eingetroffen und haben die erste Woche ein Orientierungs- und Sprachcamp (OSCA) in Gussow bei Berlin gehabt. Am Samstag war ein gemeinsamer Ausflug nach Berlin und grüppchenweise habe ich mit anderen zusammen die Neuankömmlinge durch Berlin geführt. Treffpunkt war 17:00 am Holocaust-Denkmal, vormittags waren sie schon im Haus der Wannsee-Konferenz.

Satt nach dem Döner-Menu: Steve, Patricia, Johan, Bruno und Elena

Meine Gruppe bestand aus den drei Kolumbianern Patricia, Johan und Bruno und der Russin Elena. Elena werde ich auch in diesem Jahr als Mentor betreuen, sie studiert Germanistik in Samara und kann sehr gut deutsch sprechen. Interessant war, dass auch Bruno russisch sprechen konnte und so sind wir in einem Gemisch aus spanisch, deutsch und russisch zum Brandenburger Tor und dann Unter den Linden bis zum Alexanderplatz gelaufen. Dort hat sich dann auch Steve zu uns gesellt, der vorher noch gearbeitet hat, er hat jetzt einen Nebenjob in einer Krankenhausküche. Die ICJA-Seminare sind für die vegetarische Küche berühmt-berüchtigt, also haben wir als erstes einen Döner-Imbiss angesteuert und in das typisch deutsche Straßenessen eingeweiht (ohne Gammelfleisch!). Danach wurden dann die wichtigen Dinge geklärt: SIM-Karten für die Handys und Telefonieren nach Kolumbien. Zufällig hatten wir auf der Suche nach einer Toilette neben McDonalds einen Telefonladen entdeckt. Die Kolumbianer verschwanden in die Kabinen, während Elena sich mit den SIM-Karten beraten ließ. Sie hatte schon eine Vodafone-SIM-Karte von Freunden für ihr Handy bekommen, der Verkäufer hat ihr aber zu Ortel/e-plus geraten, die unschlagbar günstige Tarife nach Russland anbieten. Ihr waren aber SMSen wichtiger, deren Tarif anfangs unklar war. Nach langer verwirrender Diskussion, die teils von Elena ratlos auf russisch geführt, dann von Bruno ins Spanische und mir ins Deutsche übersetzt wurde, wusste keiner mehr wo oben und unten ist. Letztlich haben wir uns für das Ortel-Paket entschieden. Gerade noch rechtzeitig fuhren wir dann zurück zum vereinbarten Treffpunkt am Hauptbahnhof, wo wir wieder auf die anderen trafen.

Elena in der S-Bahn

Heute hatte ich dann nach einer langen Woche mal gar nichts vor. Steve ging zur Kirche und hinterher arbeiten, also bin ich mit dem Fahrrad zur Ausstellung "Die schönsten Franzosen kommen aus New York" in der Neuen Nationalgalerie gefahren (Steve kannte die schon), sehr empfehlenswert! Auf dem Weg dorthin sehe ich vor einem Haus eine überdimensionale ecuadorianische Flagge hängen. Das hat natürlich sofort mein Interesse geweckt, ich dachte erst, dass vielleicht die Ecuadorianische Botschaft in den Tiergarten umgezogen ist. Es war aber das Maritim-Hotel, wo mir Silvia Lascano an einem Ecuador-Andenken-Stand (u.a. Panama-Hüte) erklärte, dass hier in den nächsten acht Wochen jeden Sonntag ein ecuadorianisches Brunch angeboten wird. Silvia kommt aus Ambato und lebt seit vier Jahren in Deutschland, früher mit einem deutschen Mann, nun mit ihrer Schwester in Neukölln. Sie spricht sehr gut deutsch, will es aber weiter üben, so wie ich mein schon wieder verrostetes Spanisch, also haben wir vereinbart uns wieder zu treffen.

Freitag, 7. September 2007

Besuch von Annika

Steve, Annika, Felix und ich warten auf "das beste Eis der Welt" in den Potsdamer Platz Arkaden

Letzten Freitag fand ich eine e-Mail in meinem Postkorb mit dem Titel "Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin!". Darin kündigte sich Annika an, mit ihrem neuen Freund Felix kam sie diese Woche nach Berlin. Das war eine Freude, vor fast 9 Monaten hatten wir uns das letzte Mal auf dem Flughafen von Madrid gesehen! Zufall (!?): Felix kommt aus Guayaquil in Ecuador, Annika hat ihn aber erst in Deutschland beim Studium kennen gelernt. So sind wir am Dienstag und Mittwoch Abend durch die Cafés und Restaurants von Berlin gezogen, zusammen mit Steve war dabei das Beste aus drei Erdteilen vertreten :-) Felix ist ein sehr lustiger Zeitgenosse und hat sich mit Steve auf deutsch gleich über die Nationalgerichte (Kochbananen) in Ecuador und Uganda unterhalten, gleiche Früchte, andere Zubereitung. Beim anschließenden Verdauungsbummel am Brandenburger Tor, Unter den Linden und Friedrichstraße sind wir dann noch auf eine Latino-Nacht im Opel-Pavillon gestoßen und hatten Spaß, den Bachata- und Salsatänzern zuzuschauen.

Steve hinterher: "Die Größe des Eis war ausreichend!", Annika und Felix freuen sich auf ihren Cup

Ansonsten hat Steve sich hier gut eingelebt, wir werden zu Partys wie in Uganda eingeladen (nur die Teilnehmeranzahl ist hier kleiner), und neulich waren wir auf der Langen Nacht der Museen. Pergamon-Tempel, Nofretete, Chagall, Dali, Picasso und das größte ausgestellte Saurierskelett der Welt standen auf dem Programm. Aber am besten haben Stephen glaube ich die Autos im VW-Pavillon gefallen, besonders Bugatti und Skoda, dem Tour de France Sponsor.

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Gegonge am Pergamon-Tempel


Tour de France Atmosphäre bei VW

Freitag, 27. Juli 2007

Filmstar: The story continues...

Es ist schon toll, wie das Filmstargefühl hier in Deutschland weitergeht: Vorgestern hat mich eine Hamburger Journalistin am Telefon interviewt für einen Artikel über Berufstätige, die eine Auszeit im Freiwilligendienst nehmen. Was habe mich dazu bewogen, wie habe ich mich verändert, was habe ich hinterlassen, wie habe mein Arbeitgeber reagiert? Mit Enrico hat sie sich auch unterhalten. Der Bericht soll demnächst im Hamburger Abendblatt auf der Beruf- und Karriere-Seite erscheinen, ich bin gespannt.

Meine Abschlussrede im Africa Mentoring Institute, von einem Fernsehsender mitgeschnitten

Ich bin bald selber Gastvater, Stephen zieht im August bei mir ein. Er wird in meinem Ecuador/Uganda-Zimmer wohnen, in dem meine Andenken wie z.B. die Hängematte oder eine ugandische Bananenfasermatte, eine Trommel und die ecuadorianische Fahne untergebracht sind. Das schlichte Schlafzimmer (Bett, Schrank, Kommode) habe ich vorletzte Woche bei Ikea gekauft. Stephen hat schon einmal hier Probe geschlafen. Mit der Hängematte hat er Probleme, da fällt er immer heraus...

Ärzte: bei meiner Routine-Tropen-Nachsorge hatte das Berliner Labor Bilharziose im Blut nachgewiesen, mit einem Wert von 2.000 bei Normwert 16. Also wurde ich ans Tropeninstitut überwiesen, die einen ausführlicheren Bluttest sowie mehrere Dopingproben bei mir wiederholten. Die Bilharziose-Würmer befallen nämlich meist Harnblase und Darm. Was beim Radsport selten vorkommt, hat sich bei mir dann nach einer Woche erfüllt: die B-Probe war negativ! Komisch, na ja, ich soll in drei Monaten noch mal wiederkommen, die Erreger sind manchmal erst sehr spät nachweisbar. Auslöser war, dass ich in Uganda dreimal im See und Nil gebadet habe ("Aber das macht man doch nicht, das weiß doch jeder, dass das Wasser dort Bilharziose-verseucht ist!" meinte der erste Tropenarzt. Trotzdem haben dort eigentlich alle gebadet, Weiße wie Schwarze).

Ich habe es doch nicht mehr ausgehalten bis zum Erscheinen der spanischen Übersetzung...

Die neuen Volontäre für Uganda: Am Dienstag war die Afrika-Vorbereitung für die neuen ICJA-Volontäre. Zur Einstimmung haben wir afrikanisch gekocht, Stephen und ich haben uns dafür mein ugandisches Lieblings-Fastfood Rolex und Chapati ausgesucht. Wir haben zwar ewig gebraucht, bis wir die Fladen ausgerollt und gebraten hatten, aber alle fanden es dafür sehr lecker. Und ich konnte meinen Entzug etwas besänftigen. Danach haben uns die vier Uganda-Reisenden Löcher in den Bauch gefragt: ob man dort mit Mastercard an Geld komme (ja, aber schwieriger als mit Visa), ob man dort einen elektrischen Bass kaufen könne und was man dann damit im Dorf ohne Strom mache, welche Kleidung man mitnehmen solle und ob man die Wäsche wegen der Mangofliege nicht draußen aufhänge solle. Von der Fliege habe ich noch nie gehört, zuerst dachte ich, da hat sich da jemand einen Scherz mit der Volontärin erlaubt. Doch es gibt sie wirklich, nämlich in Ghana: hier die Warnung der Deutschen Botschaft. Gegen Mitternacht sind wir dann von den Fragen erschöpft nach Hause gefahren.

Liebe Grüße an meine Familie, die sich beschwert hat, dass meine Berichte jetzt langsam weniger werden. Aus Ecuador und Uganda haben sie öfter von mir gehört als aus Berlin...

Samstag, 7. Juli 2007

Sehnsucht und Ende des Sabbatjahres

In meiner ecuadorianischen Hängematte

Seit letztem Sonntag, dem 1. Juli, ist mein Sabbatjahr offiziell vorbei. Am Montag begann mein normales Leben als Projektleiter wieder, und zum Einstieg habe ich gleich zwei neue Projekte bekommen, ein internes und ein Kundenprojekt. Es wird also nicht langweilig.

Illegale Einwanderin

In Uganda haben mich die Damen ja immer gefragt, ob ich sie nach Deutschland mitnehme. Ohne es zu wissen, habe ich tatsächlich ein weibliches Wesen aus Uganda mitgebracht. Beim Routine-Nachsorge-Check beim Tropenarzt entdeckte dieser einen Sandfloh in meinem linken Fuß, kurz über der Fußsohle. Es sah aus wie ein Mückenstich, ging aber selbst nach Wochen nicht weg. Der Arzt hat ihn mir kurzerhand herausgeschnitten, die Sprechstundenhilfe konnte sich gar nicht mehr einkriegen, sie hatte noch nie vorher einen Sandfloh gesehen. Die Weibchen bohren sich in die Haut ein und sind 1-2 mm groß.

Französischer Impressionismus im Kaufhaus des Westens, Aktion zur Austellung des Metropolitan Museums New York in Berlin

Sehnsucht

Ich habe jetzt eine Telefonkarte (Global Tel) entdeckt, mit der man über eine Berliner Festnetz-Einwahl sehr günstig in alle Welt telefonieren kann. Heute habe ich zweimal mit Uganda telefoniert (Kollegen und Gastfamilie), vorgestern mit Yuli in Ecuador. Ich merke, dass mein Spanisch langsam wieder rostet, die Wörter fallen mir viel langsamer ein... Dafür habe ich heute die ecuadorianische Hängematte in meiner Wohnung befestigt. Sehr gute Wandhaken dafür gibt es bei Globetrotter.

El Pantanal im Reiseführer!

Eine meiner Aktionen in Ecuador hat jetzt Früchte getragen. Wir waren im Zoo enttäuscht, dass der Zoo El Pantanal in keinem deutschen Reiseführer erwähnt wurde und haben daraufhin einen Artikel an die vier verfügbaren Reiseführer geschickt. Michael Müller hat als erster reagiert, in seiner 2007er Auflage "Ecuador" wird El Pantanal jetzt erwähnt und mein Eintrag wortwörtlich abgedruckt. Mal sehen, ob jetzt mehr Deutsche in den Zoo kommen...

Sonntag, 24. Juni 2007

Die ersten Tage in Berlin

Erster Besuch bei meinen Eltern: Hast Du das Hemd dort gekauft?

Am Donnerstag Abend bin ich problemlos in Berlin gelandet und habe die ersten Tage profane Dinge des Berliner Alltags geregelt und natürlich meine Familie und Freunde getroffen. Es ist ein komisches Gefühl, wie schnell man von einer Welt in eine völlig andere reisen und wechseln kann. Keine winkenden Kindergruppen mehr am Straßenrand, die einem hinterherlaufen und "Bye, Muzungu" rufen, hier gibt es Kinder auf der Strasse nur unter wachsamer Aufsicht der Eltern. Keine roten Schuhsohlen mehr von der roten Erde bzw. dem Schlamm auf den asphaltierten Strassen. Wo sieht man in Berlin Erde? Alles ist versiegelt, die vielen Straßenbäume zwängen sich aus kleinen Erdlöchern im Bürgersteig in die Höhe. Dafür heftige Regengüsse in Berlin, die an die tropische Regenzeit erinnern. Die Deutschen sind zurückhaltend, heute versuche ich sie beim Brunch mit meinen Freunden aus der Deckung hervorzulocken, indem ich das ugandische Männergewand (Kanzu und Jacket) anziehe. In Uganda hat das ja heftige Reaktionen (Grüße, Zurufe, Kommentare) hervorgerufen, hier schauen die Berliner auf dem Bürgersteig betreten weg, denken Was-ist-das-denn-für-ein-Spinner, sagen aber keinen Ton. Beim Begrüssen einiger Freunde schüttel ich die Hand noch automatisch nach ugandischem Ritual mit mehrfachem Wechsel zwischen Handdrücken und Daumenumfassen. Überraschte Reaktionen folgen.

Mit Stephen bei meinen Eltern

Wie nach Ecuador ist die absolute Ruhe in meiner Wohnung ungewohnt, fast bedrückend. Aber auch auf der Strasse ist alles viel leiser und viel sauberer, keine Straßenhändler, keine wilden Müllkippen, keine knatternden und ungefilterte schwarze Dieselwolken hinterlassende Autos. Ich treffe Stephen, besuche mit ihm meine Eltern und meine Freunde. Sie fragen ihn, was er in Deutschland gut, was schlecht fände. Gut sei die Ordnung und Pünktlichkeit, die bewirke aber andererseits auch manchmal Stress, wenn man spät dran sei. Ich merke jetzt, warum mein letztes Jahr so erholsam war: durch das Leben in den Familien hatte ich praktisch keine Hausarbeit, nun erwarten mich in meiner Wohnung notwendige Reparaturen, Saubermachen, Aufräumen, Wäschewaschen, Kochen, Telefonameldungen, Einkäufe, der Alltag hat mich wieder! Was kostet eigentlich ein Hausmädchen in Deutschland? Wahrscheinlich unbezahlbar. Meine Freunde sagen, mein Sabbatjahr wäre ziemlich schnell umgegangen. Mir kommt es so vor, dass die WM in Deutschland schon mindestens drei oder vier Jahre her ist. Klar, wenn man so viel Neues in der Zwischenzeit erlebt hat.

Sonntag, 17. Juni 2007

Bilanz eines Jahres

Nach fast einem Jahr am Aequator in Ecuador und Uganda geht einem vieles durch den Kopf: Hat es sich gelohnt? Konnte ich was bewirken? Bin ich nun ein anderer Mensch? Habe ich nun ein anderes Bild von Deutschland? Was habe ich alles erlebt, was gelernt?

Zuerst einmal: ja, es hat sich gelohnt. Es war die beste Entscheidung meines Lebens und ich wuerde es jederzeit wieder tun! Ich kann es kaum beschreiben, aber diese Fuelle an Erlebnissen, der Einblick in andere Kulturen und Traditionen, die vielen neuen Freunde, die Abenteuer und selbst die Unannehmlichkeiten, all das relativiert doch das Leben, dass ich aus Deutschland her kannte. Was ich wahrscheinlich am meisten gewonnen habe, ist Gelassenheit, Zufriedenheit und Selbstvertrauen. Die drei Groessen haengen eng miteinander zusammen. Gelassenheit lernt man mit dem anderen Zeitgefuehl und der Sorglosigkeit, ich hatte das ganze Jahr ueber kein bisschen Stress. Die Sorglosigkeit bedingt Zufriedenheit, und man freut sich hier ueber einfache Dinge, z.B. dass man sich einfach nach einer Woche Urlaub wieder sieht. Oder dass ich nach der Arbeit fuer die Familie ein paar Chapatis (Fladen) oder Kekse mitbringe, die wir dann zum Tee geniessen. Und das Selbstvertrauen wird automatisch gestaerkt, wenn man ein Jahr lang als Weisser im Blickpunkt steht, bewundert wird, aber sich auch gegen geschaeftstuechtige und feilschende Busschaffner und Haendler behaupten muss.

Ob ich etwas bewirken konnte, muessen andere entscheiden. Als Voluntaer schminkt man sich ziemlich schnell die Vorstellung ab, dass man die Bedingungen vor Ort nachhaltig verbessern kann. Man tut etwas, und wenn man das Land verlaesst, ist alles wieder wie vorher. Doch ein paar Sachen konnte ich zumindest hinterlassen: in Ecuador sind nun Affen und Kaenguruhs aus dem Wiener Zoo zu sehen, in Uganda hat das Africa Mentoring Institute und die NGO GASHUD nun eine Website und Kurse inkl. Dokumentationen fuer Projekt-Management und Computer wurden entwickelt. Fuer ein Schulbauprojekt habe ich den Kontakt mit einem deutschen Spender hergestellt, und obwohl das Projekt nur sehr langsam in die Gaenge kommt bin ich zuversichtlich fuer ein gutes Gelingen. Die Menschen in Ecuador und in Uganda sind alle sehr dankbar und freuen sich auf eine baldige Rueckkehr.

Erlebt und gelernt habe ich sehr viel, von neuen Sprachen (Spanisch verstaendigungsreif, Grundlagen von Luganda und ugandisches Englisch), ueber den Umgang mit Kindern und Jugendlichen, aber auch mit Tieren aller Art, bis hin zu Affairen mit den lokalen Schoenheiten. Erfrischend war auch der Kontakt mit jungen Voluntaeren, meist um die 20 Jahre alt, von allen bewohnten sechs Kontinenten.

Was sehe ich nun mit anderen Augen in Deutschland? Vieles: die Sauberkeit und das Umweltbewusstsein, eine lueckenlose Strom- und (Trink!-)Wasserversorgung, Maschinen und Haushaltsgeraete fuer jede Aufgabe, ein ausgezeichnetes (aber viel zu teures) Sozialsystem mit freier Schulbildung, Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung, Preise und Loehne auf einem ausserordentlich hohem Niveau, zerstreute und kleine Familien, allein lebende Menschen, eine sehr grosse (zu grosse?) Ruecksichtsnahme, verplante Arbeits- und Freizeit, ein erfrischend abwechslungsreiches Klima, die Konsumorientierung, oft sinnlosen Stress, politische und soziale Kontinuitaet, das Glueck, Urlaub zu haben und Reisen finanzieren zu koennen, das Glueck, sich Buecher, Zeitschriften und Zeitungen leisten zu koennen, die hohe Verkehrs- und Alltagssicherheit, asphaltierte Strassen ohne Schlagloecher. Dies sind nur einige Eindruecke, wahrscheinlich kommen nach meiner Rueckkehr nach Deutschland noch viele dazu.

An dieser Stelle moechte ich allen danken, die mich im letzten Jahr unterstuetzt haben und mir das Sabbatjahr ermoeglicht haben:
  • meinem Arbeitgeber csg/IBM fuer das Angebot und die Bewilligung des Sabbatjahres,
  • den Voluntaersorganisationen AFS und ICJA fuer die Organisation und Betreuung waehrend des Jahres,
  • dem Bundesfamilienministerium fuer das IFL-Programm,
  • den beiden (mit Kurzaustausch drei) Gastfamilien in Ecuador und Uganda fuer die liebevolle Aufnahme und Integration,
  • den Projekten in Ecuador und Uganda fuer interessante und erfuellende Taetigkeitsfelder,
  • den daheimgebliebenen Freunden und Kollegen fuer die vielen aufmunternden e-Mails, Kommentare und Gaestebucheintraege,
  • den vielen Mitvoluntaeren und einheimischen Freunden fuer die Feste, Reisen, Ausfluege und sonstige Freizeitgestaltung
  • und natuerlich meiner Familie in Berlin fuer die liebevolle Unterstuetzung und Mithilfe waehrend des ganzen Jahres!

Samstag, 16. Juni 2007

Abschied

Gestern, am Freitag, war meine Abschiedsparty im Africa Mentoring Institute. Untypisch fuer Afrika wurde sie schon einen Monat vorher geplant und verbunden mit einem Graduation Day, der offiziellen Zeugnisuebergabe fuer ueber 50 Studenten des AMIs. Ich hatte mich um die Einladung eines Ehrengastes von der Deutschen Botschaft in Kampala gekuemmert, und so kam Regina Hess, die stellvertretende Botschafterin.

Frau Regina Hess von der Deutschen Botschaft haelt eine Ansprache.

Frau Hess ist eine verhaermte, niemals laechelnde Frau. Gleich bei ihrer Ankunft gab sie zu verstehen, dass sie in spaetestens einer Stunde die Feier verlassen werde, der Botschafter brauche das Auto heute noch (ein weisser Mercedes mit Chauffeur). Sie erkundigte sich interessiert, was ich hier in Uganda gemacht haette, schliesslich wird mein Austausch vom Bundesfamilienministerium unterstuetzt (damit hatte ich sie offenbar gelockt in meinem Einladungsbrief). Ansonsten schien sie nicht sehr viel Spass in Uganda zu haben, sie beschwerte sich ueber vieles (die Unpuenktlichkeit, fehlende Einkaufsmoeglichkeiten usw.). Wahrscheinlich empfindet sie Uganda als Strafversetzung, wer weiss... Wir aendern das Programm fuer sie, gleich nach ihrer Ansprache verlaesst sie den Ort wieder.

Ich halte meine Dankesrede.

Es folgen viele weitere Reden von kommunalen Politikern, Studenten, dem Institutsdirektor, ich lasse in meiner Rede das letzte Jahr Revue passieren. Ein Kameramann von einem privaten Fernsehsender filmt alles.

Nach meiner Reise war mir am Mittwoch eingefallen, dass ich mir ja noch eine Hose zu meinem Jacket schneidern lassen koennte, dann haette ich einen kompletten Anzug. Also bin ich hin zum gleichen Schneider wie vor zwei Monaten, ja, das gehe ok, Freitag frueh sei die Hose fertig, gleicher Stoff wie das Jacket. Freitag frueh war natuerlich noch nichts fertig, ich wurde leicht nervoes, da die Feier ja mittags losging. Der Schneider versprach mir, in 40 Minuten sei alles bereit, und diesmal hielt er wirklich Wort. Nach 40 Minuten kam er mit der Hose, naehte noch schnell die Umschlaege fest und buegelte die Buegelfalte, die Feier war gerettet. Der Massanzug hat mich insgesamt rund 40 Euro gekostet, traumhafte Preise...

Gruppenbild mit den Diplom Studenten "Leadership and Job Creation".

Anschliessend erhalte ich eine schoene Geschenkbox mit einem Bild von Henry und Angella, eleganten Ledersandalen, einem Kanzu (dem traditionellen weissen Maennergewand) und Zertifikate. Dann erhalten die Studenten ihre Diplome und Zertifikate, einige sind in Talaren gekleidet, britische Tradition. Ich darf die Urkunden zusammen mit den anderen Ehrengaesten ueberreichen.

Mit John Waswa, Habibah, Henry und Angella vor unserer Kantine, dem Heaven Afrique Cafe.

Danach gibt es leckeres Essen und natuerlich Musik zum Tanzen. Ein wunderschoener Tag klingt langsam aus!

Diese Hundeklappe muss man passieren, um das Buero der Voluntaersorganisation UVP zu erreichen.

Die anderen beiden Abschiede von meiner Voluntaersorganisation und der Oberschule waren relativ unspektakulaer. UVP hatte schon Ende April ein Abschieds"camp" in deren Buero veranstaltet, es waren nur drei Voluntaere anwesend, unsere Bewertung von UVP fiel wegen deren mangelnden Supports entsprechend niederschmetternd aus. In dem halben Jahr hatten sie es nicht geschafft (bzw. fuer noetig gehalten), ein einziges Treffen mit allen Voluntaeren in Uganda zu organisieren. Von der Bishop Sisto Mazzoldi Oberschule hatte ich mich am Anfang dieses Trimesters im Mai verabschiedet, ausser einigen Haendedruecken und dem Austausch von Adressen war hier nichts weiter passiert.

Dies war mein 100. Artikel in diesem Weblog. Vielen Dank an meine treuen Leser! Am Donnerstag abend bin ich wieder in Berlin.

Mittwoch, 13. Juni 2007

Der Suedwesten Ugandas

Eine Woche Reisen in Uganda ist schon ein Erlebnis. Wir haben den Suedwesten erkundet, und dabei alle hier denkbaren Transportmittel benutzt: natuerlich das Sammeltaxi, den Reisebus, einen Pickup-Truck (einmal davon hinten auf der Ladeflaeche), Boda-Bodas, normale Taxis und einmal auf einem Truck der Nationalpark-Wildhueter. Im Sammeltaxi haben wir den Rekord gebrochen, statt der 14 erlaubten Fahrgaeste waren wir 26, statt 3-4 Passagieren pro Reihe sassen in unserer Reihe 6 ausgewachsene Erwachsene, einer davon auf dem Schoss des Schaffners. Eine kraeftige Frau musste in der Reihe hinter uns gebueckt stehen, ihr Hinterteil ragte dabei weit aus dem Fenster heraus. Die 45 Minuten zu dritt auf einem Mofa von Rashmis Dorf Kabutabule bis nach Bundibugyo wurden zur Qual, weil die Beine und der Bauch staendig angespannt waren. Da es keine Fahrplaene gibt (der Fahrplan heisst: abfahren, wenn der Bus/das Taxi/der Pickup voll ist), weiss man nie, wo man abends ankommt, am ersten Tag mussten wir in Fort Portal uebernachten, da es schon zu spaet zur Weiterfahrt war, die Bergstrassen nach Bundibugyo wollten wir nicht im Dunkeln zuruecklegen.

Prossy und Rashmi an der kongolesischen Grenze

In Bundibugyo gibt es weder Strom noch fliessend Wasser, der Distrikt ist vom restlichen Uganda durch das hohe Rwenzori-Gebirge abgetrennt und fuehlt sich wahrscheinlich mehr dem Kongo zugehoerig. Am Grenzfluss herrscht reger Verkehr, es gibt keine Bruecke, der Weg fuehrt direkt durch das seichte Wasser ins andere Land. Schon auf der Pickup-Ladeflaeche wurde ein buntes Gemisch von Franzoesisch, Englisch und kongolesischen und ugandischen Stammessprachen gesprochen. Gewaschen wurde alles (Kleider, Koerper, Autos) im Fluss, aus dem auch die Wasserkanister gefuellt werden. Das Wasser wandert dann aus dem Kanister in eine Plastikschuessel, wird mit Chlorloesung behandelt, und schon kann es zum Baden in der Bambusdusche benutzt werden:

Badezimmer in Kabutabule, der Bambuszaun geht mir bis zur Huefte...

Da wir keinen Strom haben, sitzen wir in der Dunkelheit kurz draussen, bewundern den Sternenhimmel und das Rwenzori-Gebirge, essen und gehen dann recht frueh schlafen.

Blick auf das Tal von Bundibugyo, im Hintergrund liegt Kongo

Nationalpark

Mein erster Nationalpark in Uganda ist zugleich der aelteste, der Queen Elizabeth Nationalpark, gegruendet 1952. Schon beim Betreten des Parks explodieren auf einmal die Preise, bzw. sie werden gleich in Dollar abgerechnet, die Zahlen sind dann nicht ganz so gross... Wir werden etwas von den Preisen ueberrascht, haben kaum noch Geld fuer Ausfluege, die Visa-Karte wird nur in einem Nobelhotel akzeptiert (wo wir lecker europaeisch essen), es gibt keinen Geldautomaten, es ist Wochenende. Wir machen das beste daraus, u.a. eine Safari zu Fuss mit einem Wildhueter. Auf einmal hat Prossy das Gefuehl, das ich sonst immer habe: sie ist die einzige Afrikanerin unter lauter Weissen.

Queen Elizabeth Nationalpark, im Hintergrund der Edward-See, Grenze zum Kongo

Nationalpark: wer sieht die beiden Bueffel?

Bootsverkehr auf dem Lake Bunyonyi

Unsere letzte Station ist der Lake Bunyonyi, wahrscheinlich der schoenste See Ugandas. Umgeben von Bergen und mit vielen Inseln ist er ein beliebtes Reiseziel von Weissen. Kalt ist es hier, sogar tagsueber muss man einen Pullover tragen. Die Schweiz von Uganda...

Prossy gefaellt es am Lake Bunyonyi

Montag, 4. Juni 2007

Juni = Reisemonat!

Tina Rose
Der letzte Monat eines Voluntaers ist immer der Reisemonat, und so hatte ich meine letzte Stunde der Computerklasse auf Freitag, den 1. Juni gelegt. Das Reisen hier ist gar nicht so einfach, die anderen Voluntaere sind entweder schon wieder abgereist oder sind seit August letzten Jahres hier und haben schon alles gesehen. Und die meisten Ugander reisen nicht, ausser zu Familienfeiern. Doch nun habe ich doch einige Reisepartner gefunden und ein Programm zusammengestellt, mal sehen, ob es auch so klappt, das weiss man ja in Afrika nie...

Rashmi
Begonnen habe ich am Samstag mit einem Tagesausflug mit Tina Rose nach Jinja zur Quelle des weissen Nils. Dort entspringt der Nil kraftvoll dem Viktoriasee (so sehen es zumindest die Ugander, andere Quellen sehen den Ursprung noch vor dem Viktoriasee in Ruanda und Burundi), schon nach dem ersten Kilometer so kraftvoll, dass er in dem Owen-Falls-Staudamm den gesamten Strom fuer Uganda produziert. Gut, der Strom reicht nicht aus fuer das ganze Land, es gibt sehr haeufig Stromausfaelle, und so wird in Kuerze ein zweites Wasserkraftwerk einige Kilometer flussabwaerts gebaut. Doch vorher konnten wir noch die ungekuerzte Wildwasserfahrt auf dem Nil erleben: ca. 30 km lang, neun Stromschnellen/Wasserfaelle, vier davon 5. Grades. Das ist der hoechste Grad, der Amateuren zugemutet wird. Laut Lonely Planet wird hier das beste Whitewater-Rafting der Welt geboten, und es hat sich wirklich gelohnt. Wir schwammen im Nil, paddelten das Schlauchboot, liessen uns von den Stromschnellen durchschuetteln und nassspritzen, selbst Tina als einzige Afrikanerin auf dem Boot war hinterher total begeistert. Anschliessend gab es bei einem Barbecue natuerlich Viktoriabarsch (der auf englisch und eigentlich auch auf deutsch als Nilbarsch bezeichnet wird) und ein zuenftiges Nile Bier, laut Werbung die "wahre Belohnung von der Quelle" (die Nile Brauerei befindet sich nebenan an der Nilquelle). Und ich hatte meine erste heisse Dusche seit Silvester in Berlin...

Prossy
Am Abend passierten wir auf dem Rueckweg das Nelson-Mandela-Stadion in Kampala, wo ein alter Bekannter, naemlich Berti Vogts gerade mit seiner Truppe aus Nigeria 2-1 gegen Uganda verloren hatte. Es herrschte Volksfeststimmung auf den Strassen, Nigeria ist das ranglistenstaerkste afrikanische Land, und beim Hinspiel in Nigeria vor ein paar Wochen ist Uganda in der letzten Minute um ein Tor betrogen worden und verlor 1-0. Nun feierte die Menge die geglueckte Revanche des Davids gegen den Goliath, tanzte auf den Strassen, auf Bussen und jubelte den Weissen zu, die gerade vom Nil zurueck kamen.

Jocelynn
Morgen geht meine Tour zusammen mit Prossy weiter nach Bundibugyo zur kongolesischen Grenze. Dort besuchen wir Rashmi, die Voluntaerin aus Nepal, die seit August letzten Jahres dort arbeitet. Anschliessend wollen wir nach Sueden durch den Queen Elizabeth Nationalpark nach Kabale und an den schoenen Lake Bunyonyi fahren.

Die dritte Reise geht kurz vor meinem Abflug nach Masindi, der Heimat von Jocelynn. Dort besuchen wir ihre Eltern und anschliessend wird hoffentlich Zeit fuer einen Abstecher in den Murchison Falls Nationalpark bleiben.

Sonntag, 27. Mai 2007

Alltag in Uganda V

Hier wieder ein paar Kleinigkeiten des Alltags:

Steigerung des Filmstars

Vor der Introduction Ceremony im Africa Mentoring Institute

Ich haette nicht gedacht, dass eine Steigerung des Filmstargefuehls noch moeglich ist, aber es geht! Gestern war ich mal wieder eingeladen zu einer Introduction Ceremony, bei der der zukuenftige Schwiegersohn der Familie der Braut vorgestellt wird. Die Maenner ziehen bei so einer Zeremonie ein weisses Gewand, den traditionellen Kanzu an, also habe ich mir von Steves Familie auch wieder einen ausgeliehen. Die Feier war in einem Dorf ca. 2 Stunden von Entebbe entfernt, das letzte Stueck fuhren wir auf einem Sandweg auf Boda-Bodas. Als die Landbevoelkerung mich auf dem Boda sitzend vorbeifahren sah, in traditioneller Kleidung, wurde mir zugejubelt, als ob die Queen persoenlich vorfaehrt: Kinder winken ja sowieso und rufen "Bye Muzungu!", aber diesmal winkten auch die Frauen kichernd, sogar die Maenner von der Ladeflaeche vorbeifahrender Lastwagen, oder sie blieben wie angewurzelt mit offenem Mund am Wegesrand stehen...

Introduction: Doreen fuehrt Fred bei ihrer Familie ein...

Die Feier selbst war aehnlich wie die beiden anderen Introduction Ceremonies, die ich hier schon erlebt habe, diesmal gab es aber auch zwei Ziegen und einen Hahn fuer die Braut (komischerweise keine Kuh) sowie eine komplette Wohnzimmereinrichtung mit Couchgarnitur, grossem Esstisch und 6 Stuehlen. Die ganzen Moebel wurden von der Braeutigamsfamilie in einer Prozession herangetragen und praesentiert.

Die Braut (hier in rot) sitzt vor ihren ganzen Geschenken, es fehlen noch die Moebel und die Tiere

Schuluniformen

Maria und Paul Mukisa

In Uganda haben alle Schueler Uniformen, hier die von Maria und Paul Mukisa, sowie einer nahe dem Institut gelegenen Schule bei einem Projektbesuch.

Fototermin, sagt alle "YES!"

Geburtstagsfeier


Maria feiert ihren siebten Geburtstag, wie ueblich mit einer Geburtstagstorte und Limonade. Sie ist meine grosse Liebe, also hat Uncle Tim ihr dieses Trimester die Schulgebuehren gesponsert.

Sammeltaxi

Wie in Ecuador der Bus ist das Sammeltaxi hier meine Lieblingsrubrik. Neulich war ich mit meiner Freundin Tina Rose auf dem Weg zum Botanischen Garten, als sich neben mir eine Frau auf den Sitz quetscht. Gut, das ist ja normal, aber diese Frau lehnte sich so komisch zu mir herueber, lag halb im Taxi und stoehnte. Schwanger - war Tinas Kommentar. Die Wehen hatten offensichtlich schon eingesetzt, bis zum Krankenhaus Entebbe war es noch eine halbe Stunde. Die Frau hatte auch keine Begleitung, das Kinderkriegen wird hier wohl den Frauen alleine ueberlassen. Nach fuenf Minuten und dem naechsten Stopp konnte das Taxi nicht mehr anfahren, kein Sprit. Diesmal ging die knappe Kalkulation beim Tanken daneben. Also stiegen wir alle aus, zum Glueck stand schon das naechste Taxi bereit zur Uebernahme der Fahrgaeste. Wir waehlten aber ein drittes Taxi, eine Geburt im Auto wollten wir nicht erleben. In Entebbe angekommen sahen wir das andere Taxi wieder, die Schwangere stieg gerade aus und machte sich auf den Weg ins Krankenhaus...

An einem anderen Tag sah ich morgens aus dem Taxi am Viktoriasee einen grossen Menschenauflauf. Ein weisser Toyota stand ca. 5 Meter vom Ufer entfernt im Wasser, und es sah nicht nach einem Schwimmauto aus. Die Menschen muessen mit vereinten Kraeften eine Loesung gefunden haben, das Auto wieder an Land zu schaffen, am naechsten Tag war es jedenfalls nicht mehr da.

Liebe Gruesse vom Aequator nach Deutschland, in noch nicht einmal vier Wochen bin ich wieder in Berlin!

PS: Dieses Bild und den dazugehoerigen Zeitungsartikel habe ich zu dem Auto im See gefunden:

Mittwoch, 23. Mai 2007

Variable Konstanten

Regenzeit in Uganda

Mit Enrico und Annika sind uns schon in Ecuador ein paar Sachen aufgefallen, die wir in Deutschland als selbstverstaendlich annehmen, die in anderen Laendern aber ganz anders sein koennen. Hier die variablen Konstanten fuer Uganda:

Uhrzeiten: In Europa fangen wir den Tag (komischerweise) mitten in der Nacht an, ab Mitternacht zaehlen wir die Stunden von 0 Uhr bis mittags um zwoelf. Man denkt nie darueber nach, ausser vielleicht Silvester und zur Zeitumstellung. Auf luganda faengt die erste Stunde um 6 Uhr morgens mit dem Sonnenaufgang an: 7 Uhr wird als 1 Uhr bezeichnet, 12 Uhr mittags als 6 usw. Auf englisch wird meist die europaeische Zeitrechnung benutzt, aber nicht immer: als wir einmal mittags auf eine katholische Nonne gewartet haben, hiess es, sie sei gegen 8 Uhr wieder zurueck. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass 2 Uhr mittags gemeint war... Hier am Aequator macht die ugandische Zaehlweise Sinn, das ganze Jahr ueber geht die Sonne zur gleichen Zeit auf.

Fleisch: In Europa machen wir uns die Muehe, das Fleisch vor dem Braten von Haut und Knochen zu trennen und in Form von Schnitzeln oder Steaks zu braten. Wenn es in Uganda Rind (Standard-Fleisch) oder Schwein (kostbare Ausnahme, und viele Ugander essen kein Schwein aus religioesen oder Ekelgruenden) gibt, wird einfach alles in 3 cm breite Wuerfel geschnitten, egal, ob Haut, Knochen, Sehnen, Fett oder Fleisch darunter ist. Fische werden im Ganzen serviert, oder der Laenge nach in zwei bis drei Teile geschnitten, von denen man eines bekommt. Fischfilet gibt es nicht.

Duschen: Ugander sind es gewoehnt, sich aus einer grossen Plastikschuessel heraus zu waschen. Meist kommt das Wasser aus einem gelben Plastikkanister aus dem naechsten Fluss oder Brunnen. Aber selbst wenn fliessend Wasser und eine Dusche vorhanden ist, wird die Dusche nur genutzt, um die Plastikschuessel vollzufuellen und sich dann aus dieser zu waschen. Mit der Wassertoilette ist es dasselbe: Meist gibt es zusaetzlich eine Aussentoilette mit Fallgrube, die beliebter ist als das Wasserklo.

Freundschaften: Ich habe noch nie ein Land erlebt, in dem Freundschaften selten der Sympathie wegen, sondern hauptsaechlich nach deren Nutzen geschlossen werden. Networking heisst das Zauberwort, so viele Kontakte wie moeglich sammeln (z.B. bei Konferenzen), man koennte sie zu gegebener Zeit ja mal brauchen. Am AMI wird das richtig in Business Kursen gelehrt: trenne dich von Freunden, die dich nicht weiterbringen oder gar hindern, und schliesse Freundschaften mit Personen, die dir bei deinen Zielen nuetzen. Selbst Liebschaften oder Ehen werden nach diesem Prinzip geschlossen und beendet: Hat der Liebhaber kein Geld mehr, wird er geschasst, ebenso die Ehefrau, die unfruchtbar ist. Schuelerinnen haben einen Mofafahrer als Liebhaber, der sie umsonst transportiert, Studentinnen einen Taxischaffner. Kein Wunder, dass ich so oft nach meiner e-Mail-Adresse oder Telefonnummer gefragt werde...

Unterwegs mit einem Boda-Boda

Feilschen: An das Feilschen habe ich mich inzwischen ja gewoehnt. Interessant ist, dass einem fuer die Boda-Boda (Mofataxen) oder Sammeltaxen immer geraten wird, den Preis vorher zu vereinbaren. Inzwischen habe ich gemerkt, dass meine Macht viel groesser ist, wenn der Preis beim Boda-Boda erst hinterher festgelegt wird. So sehe ich die zurueckgelegte Strecke und kann selber nach meinem Gutduenken den Preis bezahlen. Meist wird der vom Boda-Fahrer dann akzeptiert, selbst wenn er vorher viel mehr verlangt hatte. So habe ich neulich einem Boda-Fahrer gesagt, als er mitten waehrend der Fahrt meinte, er wolle 1.000 Schilling (50 Cent) haben, "abwarten, wie lang die Strecke wirklich ist". Am Ende habe ich ihm 500 Schilling (25 Cent) gegeben, den Standardpreis fuer kurze Strecken, er war zufrieden und hat nicht einmal diskutiert. Dasselbe funktioniert im Sammeltaxi, naemlich dann wenn der Preis fuer den Muzungu mal testweise angehoben wurde.

Wunder: Wer glaubt in Deutschland an Wunder? Ich nicht. Hier in Uganda sind Wunder fast etwas Alltaegliches: die Kirchen der Pfingstgemeinden werden als "Miracle Center" bezeichnet, die Tournee vom Fernsehprediger Benny Hinn hiess "Miracle Crusade". Am naechsten Tag wurde in der Zeitung von seinen Wundern berichtet: Gelaehmte konnten wieder laufen, Blinde sehen, Taubstumme hoeren und sprechen. Zum ersten Mal wurde seine Show aus Kampala weltweit live uebertragen. Und vor ein paar Wochen wurde Jesus in Entebbe gesichtet...

Sonntag, 20. Mai 2007

Noch eine Hochzeit

Inzwischen bin ich in Uganda schon ein professioneller Hochzeitsgast und immer gerne eingeladen. So auch gestern wieder. Waehrend ganz Kampala und Umgebung auf dem Weg ins Nelson Mandela Stadion war, um dem Luxusprediger Benny Hinn zu lauschen, hat mich meine Kollegin Jocelynn mit auf eine Feier in die Christ-the-King-Kirche in der Innenstadt genommen, bei der ihre Freundin Rose die Matron (weibliche Trauzeugin) war.

Gruppenbild Brautpaar mit Best Boy und Matron (weiblicher und maennlicher Trauzeuge), Brautjungfern und Blumenkindern.

Der Gottesdienst wurde in drei Sprachen gehalten, Englisch sowie den Sprachen Nyore und Runyankore von Braut und Braeutigam. Jede Hochzeit ist hier je nach Stammeskultur etwas anders. Diesmal hat z.B. der Bruder der Braut stellvertretend fuer die ganze Familie das Einverstaendnis fuer die Ehe bezeugt, und Braut und Braeutigam haben sich nicht gekuesst, sondern umarmt. In der Kirche hat eine Jugendblaskapelle ganz schoen schraeg aber mit viel Elan den Hochzeitsmarsch geblasen.

Zusammen mit Matron Rose und Jocelynn

Nach der Kirche und vor dem Essen bin ich mit Jocelynn schnell noch in einen Geschenkeladen gegangen fuer das Hochzeitsgeschenk. Es sollte ein Buch sein. Die Verkaeuferin empfiehlt uns etwas ueber eine Anleitung zur Ehe und die sinnliche Liebe. Nein, das sei zu anzueglich, meint Jocelynn, als ich zufaellig das Kapitel ueber den impotenten Mann aufschlage. Das Brautpaar sei katholisch, und zwar von der Charismatischen Bewegung. Die Charismatiker (uebrigens ist Benny Hinn ein Charismatiker, so schliesst sich der Kreis wieder) trinken keinen Alkohol, gehen abends nicht aus, gestalten aber die Gottesdienste modern und jung mit Pop-, Gospel- und Folk-Musik. Sex ist aber eher ein Tabu-Thema. Also einigen wir uns auf ein anderes Buch mit Lebensweisheiten, schreiben als Widmung zwei Bibelverse hinein, lassen es uns huebsch verpacken und nehmen das naechste Taxi Richtung Osten zur Feier.

Unter Konfetti- und Champagnerregen wird die Hochzeitstorte angeschnitten.

Inzwischen knurrt Jocelynns Magen, ich bin dagegen noch ziemlich gesaettigt vom indischen Chicken Tikka Masala, das ich mir mittags gegoennt hatte. Ich ziehe sie auf, dass wir vor 21:00 bestimmt kein Essen kriegen werden (es ist gerade 18:00), denn erst muessen ja die ganzen Reden gehalten werden. Sie wettet dagegen, Einsatz ist unsere spaetere Huehnchenportion am Buffet. Dort angekommen, werden wir schon von Rose empfangen, die mich gleich mit Namen anspricht. Jocelynn hat ihr anscheinend schon vorab von dem Muzungu erzaehlt, den sie zur Hochzeit mitbringen wird. Als Weisser wird man hier immer wie ein Ehrengast behandelt. Die ganzen Reden enden gegen 20:00, Jocelynn hat die Wette gewonnen und freut sich ueber ihre zusaetzliche Huehnchenportion. Ich bekomme dafuer ihre Chapati-Fladen, mein Lieblingsessen hier.

Mit dem katholischen Reverend, der ganz enttaeuscht ist, als ich auf "Praise the Lord" nicht die richtige Antwort gebe.

Nach dem Geschenkeueberreichen und Tanz schaue ich auf die Uhr, kurz vor 11, ich brauche mindestens eine Stunde nach Entebbe und habe keine Hausschluessel, will die Familie nicht zu spaet wecken, um mir aufzuschliessen. Also verabschieden wir uns, nicht ohne dass Jocelynn einen grossen Teil der Blumendekoration mitnimmt, weil sie Blumen so mag. Auf der Strasse dann die Ueberraschung: viele Menschen, keine Taxis, richtig, Benny Hinn ist ja gerade zu Ende und da sind natuerlich alle Sammeltaxen voll besetzt. Steves Mutter war einen Tag vorher mit Favor bei Benny Hinn und kam um 2:30 nachts wieder, im ueberfuellten Taxi zu total ueberhoehtem Preis. Aber ich habe Glueck, werde als Muzungu irgendwie bevorzugt, und gelange in den Old Taxi Park von Kampala. Inzwischen ist es fast Mitternacht, auch hier an der Entebbe-Haltestelle Dutzende von Wartenden und keine Taxen. Ein einzelnes Taxi kommt und die Leute erdruecken sich gegenseitig, um hineinzugelangen. Keine Chance. Auf einmal spricht mich ein superfreundlich-schleimiger Mann an, er kennt mich aus Entebbe, wollte mir auf der Strasse schon mal seine 24-jaehrige Schwester als Frau anbieten und hat mich dort ganz schoen genervt (Woher kommst Du? Wann faehrst Du zurueck? Kannst Du mich nach Deutschland mitnehmen? Hast Du eine Schwester fuer mich? usw.) . Aber irgendwie schafft er es mit Beziehungen zum Schaffner, dass uns im naechsten Taxi die beiden Vorderplaetze reserviert werden. Einerseits erleichtert, andererseits angewidert, dass ich nun 45 Minuten neben ihm sitzen muss, steige ich ein. Er war bei Benny Hinn (natuerlich!), ist ein Pfingstgemeindler (natuerlich!), ich druecke ihm dafuer mein Beileid aus. Warum ich ihn denn nie angerufen oder besucht haette? Ich antworte, ich koenne nicht jeden rueckrufen, der mir seine Telefonnummer in die Hand druecke. Kurz vor eins kommen wir endlich in Entebbe an, ich muss auch keinen ueberhoehten Sonderpreis zahlen, klopfe zu Hause an Lydias Fenster, die mir verschlafen von innen aufschliesst.

Freitag, 18. Mai 2007

Gesammelte Fotos

Anbei ein paar Fotos, die teilweise schon lange zurueckliegen, aber noch keine Gelegenheit zur Veroeffentlichung hatten.

Marabus. Was die Tauben fuer Berlin sind, sind Marabus fuer Kampala.

Grundschule. Hier unterrichtet eine Lehrerin Schuelern der ersten Klasse das Alphabet.

Ziegelherstellung. Man nehme den Schlamm aus der Umgebung, presse ihn in eine Form und lasse ihn trocknen. Fertig sind die Ziegel!

Ssesegateway Beach. Ein Samstagabend mit meinem Kollegen Henry am Strand von Entebbe.

Unfaelle. Ein weiterer Unfall nahe dem Institut, natuerlich zwei Toyotas...

AIDS-Aufklaerung. Es geistert immer die Legende von dem afrikanischen AIDS-Seminar umher, bei dem die Kondombenutzung mit einer Banane gezeigt wurde. Hinterher im Schlafzimmer haben die Teilnehmer dann auch immer eine Banane fuer das Kondom benutzt, was nicht geholfen hat... Bei diesem Seminar hat die Entwicklungshelferin aus dem US-Bundesstaat Washington keine Banane, sondern ein grosses Holzmodell aus ihrer Handtasche benutzt.

Dorf Nakaseeta, Grundschule, Samstag abend. Die finnische Voluntaerin Maria gibt nach 9 Monaten ein Abschlussfest in ihrer Schule. Die Lichtreflexe werden durch den vom Lehmboden aufgewirbelten Staub erzeugt. Die Schulen auf dem Land haben ueblicherweise keine Fenster, keine Tueren und keinen zementierten Fussboden.

Makerere Universitaet Kampala. Die Elite-Universitaet und aelteste Universitaet Ostafrikas.

Hauptgebaeude der Makerere Universitaet.

Kevin. Eine der schoensten Studentinnen des Africa Mentoring Instituts. Moechte Lebensmitteltechnologie studieren, am liebsten in Deutschland :o)