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Sonntag, 25. März 2007

UVP und die anderen Voluntaere

Maria und Veronica aus Helsinki, Finnland

Meine Voluntaers-Organisation in Uganda heisst UVP, Uganda Volunteers for Peace, und ist das nationale Komitee der weltweiten Organsiation ICYE (in Deutschland ICJA Freiwilligenaustausch weltweit). In Ecuador hatten sich einige Voluntaere ueber die mangelnde Betreuung durch AFS geaergert. Ich kann nur sagen, die Betreuung dort war Gold im Vergleich zur Betreuung hier in Uganda! Mein Projekt und meine Gastfamilie wurden mir zwei Tage nach Ankunft in Uganda genannt, das Orientation Camp bei der Ankunft bestand zum groessten Teil aus Warten im UVP-Buero neben der Schnellstrasse, getroffen habe ich dabei nur die anderen 3 Voluntaere Jonas, Lena und Clarrie, die ein paar Tage vor mir angekommen waren, nicht aber die restlichen Voluntaere, die schon seit August 2006 in Uganda sind. Unverstaendlich, zumal bei den anderen Voluntaeren ein grosses Interesse bestand, die "Neuen" kennenzulernen und uns ihre Erfahrungen zu vermitteln, nur wurden sie noch nicht einmal informiert, wann wir ankommen. Es gab bisher kein organisiertes Treffen mit den anderen Voluntaeren, ist auch bis zum Abschlusscamp (bei dem keiner mehr da ist...) nicht von UVP geplant. Die einzige Betreuung bestand in einem Anruf vom UVP-Vorsitzenden Stuart Semakula nach 4 Wochen, ob in meinem Projekt und der Familie alles ok waere. Der einzige Pluspunkt, weshalb mich die mangelnde Betreuung auch nicht gross stoert, ist, dass UVP mein Projekt und meine Familie wirklich super ausgesucht hat, und dabei praktisch auf alle meine Wuensche eingegangen ist.

Jonas und Lena aus Daenemark

Gestern habe ich nun einen Teil der Voluntaere aus Eigeninitiative in Kampala zum Mittagessen getroffen: Jonas und Lena, die mit mir angefangen haben, sowie Maria und Veronica aus Finnland. Lena wohnt und arbeitet zusammen mit Nonnen in einem Krankenhaus, die anderen unterrichten in Grundschulen. Sie sind frustriert wegen der mangelnden Betreuung und fuehlen sich im Projekt als ueberfluessig, es gaebe dort wenig zu tun. Auf der anderen Seite erzaehlen sie, dass in den Grundschulen nur 4 Lehrer fuer 7 Klassen vorhanden sind, es muesste dort also doch jede Menge zu tun geben? Naja, klar koennte man viel tun, von der Koordination des Stundenplans ueber Unterrichten bis hin zu sonstiger Organisation. Aber die meisten Kollegen im Projekt saessen halt den ganzen Tag nur rum. Ok, also ist Eigeninitiative gefragt, und die faellt den meisten jungen Voluntaeren, die gerade ihr Abitur abgeschlossen haben, noch sehr schwer. Auch hier kann ich wie in Ecuador nur sagen, ich habe mal wieder das beste Projekt und eine super Familie bekommen. Im Africa Mentoring Institute habe ich das Gefuehl, dass hier sehr professionell und strukturiert gearbeitet wird und wirklich eine Vision da ist, wie man den Mitmenschen in Uganda nachhaltig helfen moechte. Die zwei Tage pro Woche in der Oberschule sind sicher nicht so professionell, dafuer aber sehr interessant zu beobachten...

Abends war ich dann eingeladen zum Gala-Diner von JCI (Junior Chamber International), mein Kollege Paul ist Vorsitzender von JCI Uganda und es hatte gerade eine Konferenz der ostafrikanischen Landesverbaende stattgefunden, die von JCI Uganda ausgerichtet wurde. Eigentlich wollte ich hier mein neues massgeschneidertes Jacket praesentieren, das aber bei der Anprobe beim Schneider viel zu eng war und nun noch einmal geschneidert wird.

Ich amuesiere mich abends beim Gala-Diner von JCI