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Mittwoch, 5. Juli 2006

Beginn des Sabbatjahres

Am Freitag war mein letzter Tag auf der Arbeit. Ein komisches Gefühl, selbst wenn man sich sagt, dass ein Jahr so schnell wieder umgehen kann. Wir haben ein südamerikanisch angehauchtes Frühstück gehabt und die Kollegen haben mir eine Reiseapotheke (super, die stand noch auf meiner To-Do-Liste...) und vorher schon ein Ecuador-T-Shirt der Fußball-WM geschenkt. Die drei Wochen bis zum Abflug (inzwischen sind es fast nur noch 2 Wochen) vergehen wie im Fluge: Bankvollmacht für meine Eltern für den Fall der Fälle; Abklären der Hausratsversicherung; Klären, warum die Geheimzahl meiner Kreditkarte beim Geldabheben nicht mehr funktioniert; zwischendurch die Kontenklärung für meine Rente (Schul- und Studienzeiten), weil ich bei der BfA nach der Anwartschaft gefragt hatte; Zahn-Prophylaxe; Nachsendeantrag bei der Post einrichten; letzte Impfungen und tägliches Lesen und Bearbeiten der Unterlagen die ich für Ecuador und Uganda zugeschickt bekomme... Apropos Unterlagen Ecuador, gestern habe ich meinen Ort und Gastfamilie in Ecuador erfahren:

Guayaquil, ich komme!

Ich werde also 5 Monate lang in Guayaquil leben. Es ist die größte Stadt Ecuadors (mit Vororten 3 Millionen Einwohner, doppelt so viele wie Quito) und liegt am Fuße der Anden am Pazifik. Schade, nicht wie gewünscht im Hochland. Ist aber nicht so schlimm, in Quito bin ich ja mindestens die ersten beiden Wochen für den Sprachkurs. Die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Infrastruktur (Internet :-) , Ärzte usw.) sind in einer Großstadt sicherlich besser und ich bin im "Sommer" da. Sommer bezeichnet die trockene Jahreszeit am Äquator, in der keine Regenzeit (in Ecuador Januar - Juni) ist. Damit auch keine Mücken und Schwüle... Und in Guayaquil ist kein Malaria-Risiko, beruhigend, so brauche ich die Chemoprophylaxe nur für meinen zweiten Teil in Uganda einnehmen.