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Samstag, 3. Februar 2007

Soziales Engagement

Es soll Menschen geben, die wuerden gerne etwas Gutes tun (z.B. mit ihrem Geld, oder mit Aktionen), wissen aber nichts Sinnvolles. Hier in Uganda bekommt man da schnell Anregungen:

Mildmay Centre Uganda

Gegenueber vom Africa Mentoring Institute (wo ich arbeite) liegt das Mildmay Centre Uganda. Ich konnte mir darunter immer nichts vorstellen, also bin ich dort vor zwei Wochen mal hereingegangen und habe gefragt, ob ich mich mal umschauen darf. An die Rezeption wurde mir dann die Public Relations Managerin geschickt, sie haette heute leider keine Zeit, aber ob ich morgen mittag auf eine Tour vorbeikommen wolle. Und so bin ich am naechsten Tag, begleitet von meinem Kollegen Henry, aufgebrochen, um mir den herrlich auf einem Huegel gelegenen Komplex von mehreren eingeschoessigen Haeusern anzuschauen. Das Mildmay Centre ist ein Behandlungs- und Schulungszentrum fuer HIV-Patienten jeden Alters. Wer noch nicht woanders behandelt wird, kann sich hier melden und bekommt kostenlos Betreuung und Medikamente, auch die neuen ART-Medikamente. Gesponsert wird das Ganze durch Mittel von Mildway International, einer britischen Organisation, sowie durch ein Programm der Bush-Regierung in 17 verschiedenen afrikanischen Staaten, das die Medikamente zur Verfuegung stellt. Mehr als 10% aller AIDS-Waisen weltweit leben in Uganda, wie z.B. der junge Paul Mukisa, den Stephen adoptiert hat. Deshalb wird in dem Zentrum auch besonders Wert auf die Behandlung von Kindern gelegt, sie haben einen eigenen Warteraum, in dem gespielt, gesungen, gegessen wird und Tierfilme angeschaut werden, eben alles, um den Kleinen die Wartezeit so angenehm wir moeglich zu gestalten. Es gibt einen auf HIV spezialisierten Zahnarzt, da gewoehnliche Zahnaerzte HIV-Patienten nicht gerne behandeln und durch die Krankheit auch vermehrt Zahnprobleme auftreten. Und das Schulungszentrum bildet Lehrer, Seelsorger, Krankenschwestern usw. aus und unterhaelt auch ein mobiles Team, das ueber die Doerfer zieht und nach dem Schneeballprinzip Schulungen fuer Multiplikatoren (Lehrer, die ihr Wissen wiederum weitergeben) haelt. Wie man das Zentrum unterstuetzen kann, erfaehrt man auf dieser Seite.

Brieffreundschaften - Sponsoren

Ich bin jetzt schon dreimal von Schuelerinnen/Studentinnen gefragt worden, ob ich Brieffreundschaften oder Sponsoren vermitteln kann. Das ist hier anscheinend ein fester Begriff. Mit Sponsor ist gemeint, dass man jemandem die Schule bzw. das Studium finanziert, was hier schon ab der Oberschule zwischen 50 und 200 Euro pro Trimester kostet. Wenn jemand von Euch Interesse an einer Brieffreundschaft hat oder einem Maedchen die Ausbildung (teil)finanzieren moechte, kann ich das gerne vermitteln.