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Donnerstag, 11. Januar 2007

Ueber das Warten

Die eifrigen Dauerlesen erinnern sich bestimmt an die Ecuador-Artikel ueber Warten und Spontaneitaet. Ueber das Warten kann man hier nahtlos anschliessen. Nur drei Beispiele:
  • Heute sitze ich in einem anderen Internet-Cafe, die Verbindung ist hier genauso schlecht (oder normal!?) wie gestern, um meine Mails bei 1&1 nur zu oeffnen, brauche ich 30 Minuten... Gut, das sind einfach technische Schwierigkeiten, immerhin funktioniert das Cafe ueberhaupt, im restlichen Viertel ist naemlich Stromausfall, so wie gestern den ganzen Abend. Da lernt man wieder Kerzen und Taschenlampen zu schaetzen.
  • Eine englische Voluntaerin, Clarrie, hat sich als Voluntaerin auf das UN-Fluechtlingslager in Uganda an der Grenze zum Kongo beworben. Das bietet ICYE normalerweise nicht an, hat aber fuer Clarrie eine Ausnahme gemacht. Sie wartet jetzt nur noch darauf, dass jemand ihr einen Brief der UN ueberbringt und sie dann auch abholt fuer den 6-stuendigen Transfer ins Camp. Es sollte am Dienstag jemand kommen, dann am Mitwoch, heute aber bestimmt. Naja, es ist Donnerstag abend und sie sitzt immer noch neben mir im Cafe.
  • Uhrzeiten werden hier meist ebenso unverbindlich angegeben wie in Ecuador. Ich sollte heute eine Einzelschulung bekommen (was die anderen in einer Woche durchgegangen sind), Beginn "nach dem Fruehstueck". Frueshstueck ist hier zwischen 8 und 9, um 10 war immer noch keiner im Buero, um 10:30 ging es dann improvisiert los (der eigentliche Lehrer fuer ugandische Kultur, Politik und Geschichte kam dann irgendwann nachmittags...)

Mein Projekt hoert sich ganz gut an, ich arbeite beim Africa Mentoring Institute, einer kleinen NGO zur Foerderung der ugandischen Bildung. Ich kann dort Computerkurse anbieten, in der AIDS/Aufklaerung arbeiten, als Lehrer an Schulen gehen, Webseiten programmieren. Das genaue Aufgabengebiet kann ich mir aussuchen, nachdem ich mir einen Ueberblick verschafft habe. Vorgestellt hat mir das heute Steven, in dessen Familie ich die erste Woche leben werde, danach wohl in einem eigenen Haus. Steven war sehr nett und hat auch schon mal ein Jahr als Voluntaer in Frankreich gearbeitet, am Anfang ohne ein Wort franzoesisch zu sprechen.