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Donnerstag, 3. April 2008

Quito, Mindo und Otavalo

Ich bin erst den dritten Tag in Ecuador, habe aber schon viel erlebt. Beim Flug von Madrid nach Quito konnte ich schon mein Spanisch wieder testen, Lady Xiomara (Lady ist dabei wirklich Bestandteil des Namens), eine 26-jaehrige Ecuadorianerin aus Pasaje, die seit 5 Jahren in Mailand als Kindermaedchen arbeitet und nun das erste Mal wieder nach Hause fliegt, sass neben mir. Pasaje ist ja nur ein kleiner Ort im Sueden Ecuadors, aber mir wohlbekannt von meinen ehemaligen Gastbruedern aus Guayaquil, die alle aus Pasaje kommen. So klein ist die Welt mal wieder!

Fruehstueck in Quito

In Quito hat mich Silvia am Flughafen abgeholt und wir kamen bei ihrem Cousin Diego, einem 22-jaehrigen Grafikdesign-Studenten, unter. Den ersten Tag haben wir dann in Quito verbracht, haben mit Silvias Cousine Eunice und ihrem Mann Hector Mittag gegessen, und hatten abends ein Wiedersehen mit Ximena, Enricos Spanischlehrerin.

Am naechsten Tag haben Silvia und ich dann einen Ausflug nach Mindo gemacht, das auf halber Hoehe zwischen Quito in den Anden und der Kueste liegt. Hier gibt es schon eine tropische Vegetation und warmes Wetter. Hier wollten wir nun eigentlich mit einer Seilbahn (mehr ein Drahtkaefig an einem Seil) zu einem Wasserfall fahren, wegen fehlender Kundschaft (es war ein Montag) hatte der Betreiber aber nicht auf. Stattdessen wurde uns "Canopy" vorgeschlagen, das ist ein neuer Extremsport aus Costa Rica, bei dem ein Stahlseil ueber die Baumwipfel einer Schlucht gespannt wird, und man sich an einer Rolle haengend ueber die Schlucht gleiten laesst. Adrenalin pur, man muss schwindelfrei sein, aber es macht total Spass! Silvia musste etwas ueberredet werden, hat dann aber schliesslich zugestimmt unter der Bedingung, die Fahrt immer zu zweit mit einem Fuehrer zusammen zu machen.

Unser Canopy-Team

Zwischen den Seilfahrten (es waren insgesamt 8 verschiedene Seile) wurden uns von den beiden Fuehrern Orchideen, Froesche, Kaefer und Bromelien am Wegesrand gezeigt.

Juchu, meine Seilfahrt ueber den Regenwald!

Nach der Anstrengung gab es dann ein erholsames Bad in den Stromschnellen eines Flusses im Tal.

Silvia und ich baden im Fluss

Heute sind wir dann nach Otavalo, einem, wenn nicht sogar dem groessten Indiomarkt in den Anden, gefahren. Jeden Samstag stroemen hier die Einheimischen aus der Region herbei, um Textilien und Kunsthandwerk zu verkaufen. In der Woche findet auch ein Markt statt, aber kleiner. Wir uebernachten hier und schauen uns morgen ein paar Seen und Orte in der Umgebung an, in der das Kunsthandwerk hergestellt wird.

Auf dem Markt von Otavalo