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Dienstag, 22. April 2008

Montañita

Unterwegs mit den Chicos: Marco (El Flaco), Teresa, ich und Diego

Zum Abschied aus Guayaquil gab es am Samstag Abend noch einmal ein schoenes Barbecue. Richard hat sich dazu mal ein Metallfass laengs halbieren lassen, die eine Haelfte auf ein Gestell montiert, die andere Haelfte kann bei Bedarf als Abdeckung genutzt werden, und fertig ist der avantgardistische Grill. Steaks, leckerste Schweinerippchen, Wuerstchen, dazu Reis, Kartoffeln und frisch gepresster Tamarillo-Saft (Baumtomaten), wir konnten am Schluss gar nicht mehr aufstehen, so voll waren wir.

Der verwandelte Richard (vorher)

Seit Sonntag sind wir dann in Montañita an der Pazifikkueste. In diesem Kult-Dorf scheint man in die Siebziger-Jahre nach Kalifornien vesetzt zu sein: Man sieht unheimlich viele Gringos (weisse Amerikaner), Rucksacktouristen, Hippys, Surfer, die Hotels sind aus Holz oder Bambus und mit Palmenstrohdaechern gebaut und kosten ab 5$ pro Person und Nacht, man hoert laute Musik (amerikanische, keine Latino-Rhythmen) und raucht Haschisch (keine Angst, wir natuerlich nicht...). Man sieht viele weisse Frauengrueppchen (alles Volontaerinnen?), die von ecuadorianischen Jungs umschwaermt werden.

Nachtleben in Montañita

Busfahren in Ecuador: Natuerlich muss ich auch kurz ein Update zur beliebten Rubrik Busfahren abgeben. Es hat sich nicht viel veraendert, fuer Ueberlandfahrten gilt immer noch Enricos Regel pro-Stunde-1-Dollar, die Fahrt von Ambato nach Guayaquil (6 Stunden) kostet 6$, von Santa Elena nach Montañita (1,5 Stunden) 1,50$ usw. Es gibt aber auch Ausnahmen. Von Guayaquil nach Santa Elena sind wir z.B. in einem nagelneuen Luxusbus gefahren, mit Klimaanlage, Flatscreens, Bordservice, keine Zwischenstopps (und keine fliegenden Haendler). Die zwei Stunden Fahrt haben dafuer 3,20$ gekostet.
Schon wieder vergessen hatte ich die Wildheit der Busfahrer in Guayaquil: Sie liefern sich wirklich kleine Rennen, beschleunigen volle Pulle im Stau um nach 50 Metern wieder abzubremsen, schneiden sich gegenseitig den Weg ab um als erster die Fahrgaeste und damit die Einnahmen zu bekommen.

Taxifahren: ist aehnlich wild, die Ampeln werden nachts und am Sonntag Morgen nicht beachtet, die Anschnallgurte sind Attrappe (falls ueberhaupt vorhanden), die Autos manchmal so alt, dass die Sitze beim Fahren wild hin- und herwackeln. Die Preise sind weiterhin: Pauschal 1 $ in kleinen Orten fuer alle Fahrten, in groesseren maximal 1,50 - 2$, in Quito und Guayaquil sind die Strecken laenger und teurer (bis zu 6$).

Sonnenuntergang am Strand