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Mittwoch, 24. Juli 2019

Alltag in Ecuador 2

Banken, Geldtransfer
Die Affen von Misahualli laufen nicht mehr auf dem Dorfplatz herum, aber im Wald sieht man sie noch auf den Bäumen
Es war nicht einfach, den Galápagos-Urlaub hier in Ecuador zu bezahlen. Gebucht hatten wir in einem Reisebüro in Ambato, das von außen durch ein verriegeltes Tor wie ein Privathaus wirkte, beim ersten Besuch war auch keiner da. Beim zweiten Mal hat es dann geklappt, die Reise war gebucht. Bezahlung war nur bar (beim Reisebüro oder Bareinzahlung bei der Hausbank) oder per Überweisung von einem inländischen Konto möglich, Kreditkarten wurden nicht akzeptiert. 600 $ waren am gleichen Tag als Anzahlung fällig, der Restbetrag fünf Tage später. Am Geldautomaten der Hausbank würde die Maestro-Karte nicht akzeptiert und das tägliche Limit für Kreditkarten Abhebungen liegt in Ecuador anscheinend bei 200 $, das wird einem aber nicht angezeigt, das kann man nur mit Trial and Error erforschen. Also zur nächsten Bank, die Maestro akzeptiert, da ist das Limit immerhin bei 500$ pro Tag. Dann mit vollen Taschen wieder zur Hausbank, Einzahlbeleg ausfüllen (ich habe nur zwei Formulare gesehen: Bareinzahlung und Barauszahlung, Überweisungen sind hier offenbar weiterhin die Ausnahme), an der Schlange von ca. 20 Leuten anstellen und nach zwanzig Minuten war die Anzahlung erledigt. Achso, per WhatsApp noch kurz das Reisebüro informieren und den Eingang bestätigen lassen. Für die Restzahlung mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen, wir konnten schließlich nicht jeden Tag 30 Minuten nach Baños fahren, um Teilbeträge abzuheben und einzuzahlen. Also probierten wir Western Union online, einen Transfer vom eigenen Kontobach hier an Silvias Bruder oder Schwester. Hier ist für Transfers über 1.000 $ jedoch eine Online-Videochat-Zertifizierung notwendig. Der Chat baute sich immer auf, aber fror dann nach einigen Minuten wieder ein wegen der langsamen Verbindung hier. Er konnte nie zu Ende geführt werden. Als letzte Rettung half uns Silvias Schwester auf Lanzarote aus, sie schickte uns das Geld über Western Union, wir fuhren zwei Tage später nochmal  nach Ambato, Silvias Bruder hob das Geld ab und wir konnten nun erleichtert die Einzahlung in der Hausbank tätigen. Hier gibt es für alles eine Lösung!
Strand von Misahualli, Napo
Metro in Quito
Anflug auf Quito
Quito liegt zwischen zwei Anden-Bergzügen und kann sich deshalb nur in Nord-Süd-Richtung ausdehnen. So ist Quito 45km lang und nur maximal 5km breit. Der Verkehr wird über Busse und Autos abgewickelt und ist dementsprechend stets überlastet. Die beiden bisherigen Programme dagegen, Trolebus (Schnellbusse mit eigenen Fahrspuren und straßenbahnähnlichen Haltestellen, eingeführt 1995) und Pico y Placa (von der letzten Ziffer des Nummernschilds abhängiges Fahrverbot zu Stoßzeiten für einen bestimmten Werktag, eingeführt 2011) konnten wenig ändern, eine Trolefahrt vom Süden in den Norden dauert im Berufsverkehr 1,5 Stunden. Das soll sich ab Dezember 2019 (andere Quellen sprechen von März 2020) ändern, wenn die Metro von Quito eröffnet wird. Dann wird die Strecke mit 15 Stationen in 35 Minuten passierbar sein. 18 Züge mit je sechs Wagen sind dafür in Spanien bestellt worden, mindestens drei sind schon ausgeliefert worden.
Wassertaxis (gelb) auf Galápagos, Schiffe dürfen nicht direkt am Steg an!egen.
Freilaufende Hunde

Man sieht hier auf dem Land öfters freilaufende Hunde, was auch daran liegt, dass es wenig Zäune gibt. So ist der Nachbarhund manchmal in unserem Garten und die Autofahrer müssen immer achtsam sein. Einmal müsste ich beim morgendlichen Joggen meine erste Runde vorzeitig beenden, da zwei heftig bellende Hunde den Weg versperrten. Zum Glück waren sie nach der zweiten Runde nicht mehr da, ich wäre sonst gefangen gewesen.
Fritada (Schweinepfanne) und weiße Maiskolben

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