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Montag, 23. Februar 2009

Die besten Vietnam-Videos

Ein Teil der Vorbereitung ist natürlich auch die Recherche der vietnamesischen Kultur und von Land und Leuten. Das ist ja heute so einfach geworden und z.B. durch YouTube auch sehr anschaulich. Hier die besten und skurilsten Videos, die ich bisher entdeckt habe (wer diesen Text als e-Mail über meinen Newsletter liest, klickt bitte unten auf "Tims Sabbatjahr", um die Videos zu sehen). Viel Spaß beim Anschauen!

Verkehr

Der Verkehr wird von Mopeds und Fahrrädern dominiert, es gibt keine Ampeln, man fährt dynamisch wo gerade Platz ist:



Sprache

Bud Brown war 1972 im Vietnamkrieg und hat dort vietnamesisch gelernt. Er hat eine Sprachserie auf YouTube:



Weltkulturerbe

Die Bucht von Ha-Long (unweit von Haiphong) ist eines von fünf vietnamesischen Weltkulturerben. 2008 entspannten sich hier die schönsten Frauen der Welt während der Miss Universum Wahl: 



Musik

Ursprünglich ein vietnamesisches oder ein chinesisches Lied? In den Kommentaren entbrennt ein wilder Streit zwischen den Nachbarländern über diesen Popsong:



Essen

Achtung, nach diesen Horror-Videos hat ein Nicht-Asiate keinen Hunger mehr!

Die halb ausgebrüteten Enteneier (Balut) isst man so:



Und hier ein Schlangen-Restaurant aus Hanoi:



Wie brät man einen Hund?



Dienstag, 17. Februar 2009

Das Team für Vietnam

Pho Bo, Nationalgericht Bandnudelsuppe mit Rindfleisch, in Vietnam gegessen von meinem Kollegen Helmut

Letzten Dienstag hat sich unser IBM-Vietnam-Team zum ersten Mal am Telefon gesprochen. Wir sind sieben Teilnehmer aus den USA, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Indien und Malaysia, sowie eine Programleiterin, eine Ehemalige und eine Betreuerin (2 x Australien + USA). Die erste Herausforderung ist da schon einmal, eine gemeinsame Uhrzeit zu finden, bei der bei dem verteilten Team niemand mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen wird. Bei uns 13:00 ist für Matt aus New York 7:00 und für Deborah und Julie in Australien 22:00. Das geht gerade noch so, und zum Glück gibt es ein Tool "Time Zone Pain", was einem für eine beliebige globale IBM-Gruppe ausrechnet, welche Uhrzeit für eine Telefon-Konferenz am wenigsten "Schmerz" bereitet.

Für die Vorbereitung auf den Auslandseinsatz sind drei Monate vorgesehen, in denen wir einen Internet-Selbstlernkurs durcharbeiten, der Themen wie globale Führungsqualitäten, Logistik (Visum und Flugbuchungen), Gesundheit (welche Impfungen werden empfohlen?), Blog-Techniken inkl. Videoschnitt, Kulturverständnis, Unternehmensberatung und Entwicklungspolitik umfasst. Ansonsten stöbere ich gerade in einigen Büchern über Vietnam, was total spannend ist. Ist es z.B. unhöflich, den mit Kobrablut (und -herz) vermischten Reisschnaps in Südvietnam abzulehnen, oder die angebrüteten Wachtel-Eier aus dem Norden? Ist es wirklich so schwer, eine Straße im Verkehrschaos (Mopeds, Fahrräder, Lastkarren, Autos, wenig Ampeln) von Hanoi oder Saigon zu überqueren? In gut zwei Monaten werde ich es wissen...

Solange testen wir in Berlin schonmal die vietnamesischen Restaurants, ohne Schlangenblut, dafür die unheimlich leckere Bandnudelsuppe mit Huhn (Pho Ga) oder Rind (Pho Bo).

Das CSC Team für Vietnam mit den drei Betreuerinnen/Mentorinnen Julie, Deborah und Paridhi

Samstag, 24. Januar 2009

Vietnam!

Haiphong, Blumenmarkt zum vietnamesischen Neujahrsfest Tet

Vorgestern habe ich erfahren, dass mein IBM Corporate Service Corps Einsatz nach Vietnam gehen wird, und zwar vom 24. April an für vier Wochen nach Hải Phòng. Hải Phòng ist mit knapp 2 Mio. Einwohnern die drittgrößte Stadt Vietnams (nach Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) und Hanoi) und liegt im Delta des Roten Flusses (Đồng Bằng Sông Hồng) in Nordvietnam 100 km östlich der Hauptstadt Hanoi. Wir Ihr seht, wird vietnamesisch mit lateinischen Buchstaben ergänzt um sehr viele Akzente geschrieben, die man im Deutschen in der Regel weglässt. Ich weiß auch noch gar nicht, wie man diese Akzente auf der Tastatur eingibt, die obigen Beispiele habe ich kopiert...

Haiphong am Delta des Roten Flusses

Haiphong liegt am Golf von Tonkin, einem Teil des Südchinesischen Meers. Der Tonkin-Zwischenfall (ein angeblicher Angriff von nordvietnamesischen Schnellbooten auf ein amerikanisches Kriegsschiff) löste 1964 offiziell die Beteiligung der USA am Vietnamkrieg aus, stellte sich allerdings im Nachhinein als bewusste Falschmeldung heraus. Ansonsten ist die chinesische Grenze nur 150 km entfernt, nach Hongkong im Osten ist es etwa genauso weit wie nach Ho-Chi-Minh-Stadt im Süden. Ich freue mich jedenfalls sehr und verschlinge im Moment alle möglichen Bücher über Vietnam :-)

Vorgeschmack auf Vietnam? Tropical Islands bei Berlin im Januar

Und hier als Zugabe noch der lachende Ernie, den wir neulich bei Bekannten gesehen haben:

Samstag, 20. Dezember 2008

Das internationale Unternehmen

Das internationale Team der ICJA-Volontäre in Berlin,
die beiden Großen sind Romeo aus Moldavien und sein Mentor Tim

Vor ein paar Tagen habe ich einen alten James Bond gesehen, Der Hauch des Todes, aus den Achtziger Jahren. Damals war Kalter Krieg, die Russen waren böse und in Bratislava wurde ein russischer Überläufer spektakulär durch eine Gaspipeline bis nach Wien in den Westen geschleust. Zwanzig Jahre später, heute, verbinde ich mit Bratislava etwas anderes, die IBM Finanzbuchhaltung wird zu großen Teilen dort erbracht, auch für die IBM Deutschland. Das ist ein Teil der Philosophie des Global Integrierten Unternehmens. Der Einkauf sitzt in Ungarn, mache ich bei meiner Reiskostenabrechnung etwas falsch, bekomme ich eine entsprechende e-Mail von den Philippinen. Bei Controlling gibt es jetzt indische Kollegen. Die kommen zur Einarbeitung kurz nach Deutschland, alles andere wird dann online von Indien aus erledigt. Die Zusammenarbeit klappt erstaunlich gut, zumindest für Standardanfragen. Bei komplizierten Dingen dreht man sich dagegen schon manchmal im Kreis.

Auf einer Weihnachtsfeier

Eines der Ziele meines IBM Corporate Service Corps Programms im nächsten Jahr ist deshalb auch die Erfahrung der Zusammenarbeit in einem internationalen Team. Jedes Team besteht aus 9 Mitarbeitern unterschiedlichster Nationen, die dann vor Ort für NGOs, Universitäten, Kommunalverwaltung und mittlere Unternehmen Beratungsprojekte durchführen. Die Teams werden jetzt nacheinander zusammengestellt, spätestens im Februar weiß ich, wo es hingeht.

Dienstag, 18. November 2008

Wiedersehen mit Annika und Enrico, Ich bin dann mal weg...

Im Oktober ging es auf einmal Schlag auf Schlag: erst wurde meine Freiwilligenorganisation AFS (mit der ich in Ecuador war) 60 Jahre alt, zu diesem Anlass gab es in Berlin verschiedene Veranstaltungen wie Botschaftsempfänge und eine Party im Admiralspalast. Viel schöner war aber, dass Annika und ihre Eltern dafür nach Berlin kamen, und so gab es ein Wiedersehen am Donnerstag dem 16.10. Drei Tage später hatte ich meinen 40. Geburtstag, und Enrico entschied sich spontan (eine Schulung war an dem Wochenende abgesagt worden) morgens den ICE von Köln nach Berlin und abends wieder zurück zu nehmen. Innerhalb von 4 Tagen erst Annika und dann Enrico wiederzusehen, war schon bewegend. Und wenn man bedenkt dass Köln und Berlin nach ecuadorianischem Maßstab (nämlich in Stunden, nicht in Kilometern gemessen) viel dichter beieinander liegen als Esmeraldas und Guayaquil (4 Stunden und 8 Dollar, ähm Stunden), kann man so etwas eigentlich mal öfter spontan tun...

mit Silvia und Steve

Seit September betreue ich bei ICJA einen neuen Freiwilligen, der in Berlin-Frohnau wie Elena im Fürst-Donnersmarck-Haus mit Behinderten arbeitet. Elena ist ja Mitte August nach einem Jahr wieder zurück nach Russland gefahren. Mein Mentee heißt Romeo, ist 22 Jahre alt und kommt aus der Republik Moldau. Er studiert internationale Beziehungen, eine Mischung aus Politik, Wirtschaft, Geschichte, Erdkunde und Journalismus. Interessant ist, dass die dortige Sprache Rumänisch sich sehr ähnlich anhört wie Spanisch, beides romanische Sprachen (im wahrsten Klang des Wortes).

Enrico und Amparo

Das Schönste zum Schluss: Anfang des Jahres habe ich mich für das IBM Programm "Corporate Service Corps" beworben, bei dem seit diesem Halbjahr 2x im Jahr IBM-Freiwillige in IT- und Beratungs-Entwicklungsprojekte nach Asien, Afrika, Osteuropa und jetzt neu auch nach Lateinamerika geschickt werden. Heute kam die Bestätigung, dass ich für die 2. Staffel des Programms angenommen wurde! Ich weiß noch nicht wo (Lateinamerika oder Asien) und wann genau (erstes Halbjahr 2009) ich für einen Monat eingesetzt werde, aber ich freue mich sehr. Und auf alle Fälle: the story continues... Ich werde berichten!